Coleslaw ist viel zu schade, um einfach nur die Beilage auf dem Teller zu sein. Wenn das Dressing herrlich cremig ist und der Kohl noch ordentlich Biss hat, spielt dieser Salat locker in der ersten Reihe mit.
Umso erstaunlicher ist es, wie oft er sein Potenzial verschenkt. Statt einer cremigen BBQ-Beilage landet häufig ein Krautsalat auf dem Teller, der zu schwer, zu essiglastig oder einfach nur beliebig schmeckt. Dabei lebt ein richtig guter Coleslaw von seiner Balance – frisch, cremig und trotzdem angenehm knackig.
Dieses Rezept passt perfekt zu Burgern, Pulled Pork oder allem, was vom Grill kommt, macht aber auch als Beilage zu einem einfachen Abendessen richtig etwas her. Ein Salat, der nicht nur mitläuft, sondern zeigt, wie gut eine Beilage schmecken kann.
Darauf darfst du dich freuen
- Herrlich cremig und trotzdem angenehm leicht
- Knackiger Kohl statt langweiliger Krautsalat
- Die perfekte Balance aus Frische, Süße und Säure
- Schmeckt wie im BBQ-Restaurant – nur selbst gemacht
- Eine Beilage, die sich nicht verstecken muss

Coleslaw Rezept – cremig wie im BBQ-Restaurant
Zutaten
Gemüse
- 500 g Weißkohl
- 2 mittelgroße Karotten
- 1/2 kleine rote Zwiebel
für das Dressing
- 120 g Mayonnaise
- 80 g Schmand
- 1 EL Frischkäse
- 2 TL Dijon Senf
- 2 EL Apfelessig
- 1 EL Zitronensaft
- 1 1/2 EL Zucker
- 1 TL Salz
- 1 Prise schwarzer Pfeffer
Portionen
Zubereitung
Gemüse vorbereiten
- Den Weißkohl sehr fein schneiden oder raspeln.500 g Weißkohl
- Die Karotten und die Zwiebel schälen. Karotten fein raspeln und die Zwiebel in feine Streifen schneiden.2 mittelgroße Karotten, 1/2 kleine rote Zwiebel
Kohl vorbereiten
- Den Kohl mit der Hälfte vom Salz gut vermengen und 10 Minuten ziehen lassen.0.5 TL Salz
- Anschließend leicht mit den Händen ausdrücken.
Dressing anrühren
- Mayonnaise, Schmand, Frischkäse, Senf, Essig, Zitronensaft, Zucker, Pfeffer und restliches Salz in einer Schale kurz glatt rühren.120 g Mayonnaise, 80 g Schmand, 1 EL Frischkäse, 2 TL Dijon Senf, 2 EL Apfelessig, 1 EL Zitronensaft, 1 1/2 EL Zucker, 1 Prise schwarzer Pfeffer, 0.5 TL Salz
Salat mischen
- Den geschnittenen Kohl in eine große Schüssel geben und mit dem Dressing vermengen.
Ziehen lassen
- Den Coleslaw mindestens 1 Stunde kalt stellen und ziehen lassen. Du kannst ihn auch schon am Vortag vorbereiten.
Nährwertangaben
Cremig statt trocken – so schmeckt echter Coleslaw
Wer zum ersten Mal Coleslaw probiert, erwartet oft einen klassischen Krautsalat – und ist überrascht. Denn die amerikanische Variante hat mit der deutschen Version nur den Kohl gemeinsam. Statt einer würzigen Essigmarinade sorgt ein cremiges Dressing für den typischen Geschmack. Dadurch ist der Salat deutlich milder, saftiger und bekommt seine unverwechselbare, leicht süßliche Note.
Coleslaw gehört in den USA zu einem BBQ einfach dazu. Die Kombination aus knackigem Kohl, cremigem Dressing und einer feinen Balance aus Süße und Säure passt hervorragend zu den kräftigen Aromen vom Grill. Deshalb steht der Salat dort nicht nur bei Gartenpartys auf dem Tisch, sondern genauso in Diners und BBQ-Restaurants.
Zu saftigen Burgern, einem Philly Cheesesteak Sandwich oder vielen anderen Grillrezepten schmeckt Coleslaw einfach hervorragend. Gleichzeitig passt er ebenso gut zu Hot Dogs, Wraps oder als frische Beilage zu einem unkomplizierten Abendessen. Wer ihn einmal zu mehr als nur Gegrilltem serviert hat, merkt schnell, wie vielseitig dieser amerikanische Klassiker wirklich ist.

Der Crunch-Trick für richtig guten Coleslaw
Richtig guter Coleslaw beginnt nicht erst beim Dressing, sondern schon beim Kohl. Je feiner die Streifen geschnitten sind, desto angenehmer lässt sich der Salat essen. Außerdem verteilt sich das Dressing gleichmäßig und haftet besser an den feinen Streifen.
Bevor alles miteinander vermischt wird, solltest du den Kohl leicht salzen und einige Minuten ziehen lassen. Das Salz entzieht ihm einen Teil der Flüssigkeit. Anschließend drückst du die Streifen vorsichtig aus. So bleibt das Dressing schön cremig und verwässert später nicht.
Gleichzeitig verliert der Kohl etwas von seinem kräftigen Eigengeschmack, behält aber seinen angenehmen Biss. So entsteht die ausgewogene Mischung aus zartem Kohl, feinen Streifen und cremigem Dressing, die einen richtig guten Coleslaw auszeichnet.
Mein Küchenhelfer für feine Kohlstreifen
Ich verwende dafür am liebsten einen Gemüsehobel. Damit werden die Streifen schön fein und gleichmäßig – deutlich schneller als mit dem Messer. Das Dressing haftet anschließend besser und der Salat bekommt seine typische, cremige Art.
👉 Den Gemüsehobel, den ich selbst verwende, findest du hier.
Das macht das Coleslaw-Dressing so cremig
Den Kohl zu schneiden, ist der einfache Teil. Spannend wird es erst beim Dressing.
Ich wollte ein Dressing, das nicht einfach nur cremig ist. Es sollte frisch schmecken, den Kohl perfekt ergänzen und trotz seiner Cremigkeit angenehm leicht bleiben. Bis die Mischung für mich gepasst hat, sind deshalb einige Schüsseln durch meine Küche gewandert.
Mayonnaise bildet die cremige Basis. Erst zusammen mit Schmand und Frischkäse bekommt das Dressing die Frische und die feine Textur, die ich haben wollte. Senf, Essig und ein Spritzer Zitronensaft bringen die nötige Würze, während der Zucker die Säure sanft abrundet. Dadurch schmeckt das Dressing ausgewogen, ohne zu schwer oder zu säuerlich zu sein.
Meine Profi-Tipps
Für Coleslaw verwende ich am liebsten einen milden Weißweinessig oder Apfelessig. Beide bringen Frische ins Dressing, ohne die übrigen Aromen zu überlagern. Mit kräftigem Branntweinessig fällt das Dressing deutlich säuerlicher aus und verliert seine feine Balance.


Erst warten, dann genießen
Kaum ist der Coleslaw fertig, möchte man am liebsten direkt probieren. Ich lasse ihn trotzdem erst einmal in Ruhe. Die Wartezeit gehört für mich einfach dazu, denn erst dann entwickelt der Salat seinen typischen Geschmack.
Direkt nach dem Anrühren schmeckt das Dressing oft noch etwas kantiger. Nach ein paar Stunden verbindet sich alles viel besser miteinander. Die Säure wird milder, der Kohl verliert etwas von seiner kräftigen Rohkostnote und der Coleslaw schmeckt deutlich ausgewogener. Deshalb bereite ich ihn am liebsten schon einige Stunden vorher zu.
Sein volles Aroma erreicht er für mich nach einer Nacht im Kühlschrank. Gut verschlossen hält er sich dort etwa zwei bis drei Tage und bleibt dabei angenehm frisch.
Meine Profi-Tipps
Rühre nicht das komplette Dressing auf einmal unter den Kohl. Hebe ein bis zwei Esslöffel zurück und gib sie erst kurz vor dem Servieren dazu. Falls der Coleslaw während der Ruhezeit etwas fester geworden ist, bekommt er so seine cremige Frische ganz unkompliziert zurück.
Nicht nur zum Grillen – dazu passt Coleslaw noch
Coleslaw ist für mich längst mehr als eine klassische Grillbeilage. Die Schüssel darf auch dann auf den Tisch, wenn draußen weder Kohle glüht noch Würstchen auf dem Rost liegen.
Besonders gerne kombiniere ich ihn mit allem, was etwas Herzhaftes mitbringt. Ein Burger bekommt damit einen frischen Kontrast, ein Hot Dog wird deutlich abwechslungsreicher und auch zu einem saftig belegten Sandwich passt der cremige Krautsalat richtig gut.
Mindestens genauso gerne nutze ich Coleslaw aber als Teil eines ganzen Gerichts. In Wraps bringt er Frische, auf einer heißen Ofenkartoffel ersetzt er fast schon den klassischen Dip und in einer Bowl sorgt er mit wenigen Löffeln für mehr Abwechslung. Selbst auf einem Buffet macht er sich richtig gut, weil er sich wunderbar vorbereiten lässt und zu ganz unterschiedlichen Gerichten passt.
Falls du Coleslaw bisher nur zum Grillen gemacht hast, probier ihn ruhig auch einmal zu anderen Gerichten aus. Oft passt er besser, als man im ersten Moment vermutet.
Passende Rezepte auf meinem Blog:
Coleslaw-Mythen, die du getrost vergessen kannst
Rund um Coleslaw halten sich erstaunlich viele Küchenweisheiten. Manche werden seit Jahren weitergegeben, obwohl sie das Ergebnis eher verschlechtern als verbessern. Andere klingen im ersten Moment plausibel, stimmen aber nur zum Teil. Hier sind die Mythen, denen ich rund um den cremigen Krautsalat immer wieder begegne.
Viel Mayonnaise macht Coleslaw besser
Mehr Mayonnaise bedeutet nicht automatisch mehr Geschmack. Im Gegenteil: Ein zu hoher Anteil macht das Dressing schnell schwer. Viel wichtiger ist eine ausgewogene Mischung, bei der Cremigkeit, Frische und Säure harmonisch zusammenpassen.
Ohne viel Essig schmeckt Coleslaw nicht
Essig gehört zu einem klassischen Coleslaw dazu. Die Menge sollte aber so gewählt sein, dass sie Frische ins Dressing bringt, ohne alle anderen Aromen zu überdecken. Erst das Zusammenspiel der Zutaten sorgt für den typischen Geschmack.
Coleslaw solltest du sofort servieren
Gerade bei Coleslaw zahlt sich etwas Geduld aus. Während der Ruhezeit verbinden sich die Aromen miteinander und der Kohl verliert etwas von seiner kräftigen Rohkostnote. Nach einigen Stunden schmeckt der Salat meist harmonischer und bleibt trotzdem angenehm bissfest.
Zucker kannst du einfach weglassen
Natürlich kannst du den Zucker weglassen. Der Geschmack verändert sich dadurch allerdings deutlich. Zucker macht Coleslaw nicht süß, sondern gleicht die Säure aus. Dadurch schmeckt das Dressing deutlich ausgewogener.
Coleslaw ist immer eine Kalorienbombe
Das kommt ganz auf das Dressing an. Ein klassischer Coleslaw ist zwar cremig, besteht aber zum größten Teil aus Weißkohl und Möhren. Wie gehaltvoll der Salat am Ende wird, hängt vor allem von den verwendeten Zutaten und ihrem Verhältnis ab – nicht allein vom Namen des Gerichts.

So kannst du deinen Coleslaw abwandeln
Ich liebe Rezepte, die sich immer wieder ein bisschen neu erfinden lassen – und Coleslaw gehört für mich ganz klar dazu. Schon mit ein oder zwei kleinen Änderungen bekommt der Salat eine ganz neue Richtung, ohne dass das Grundrezept verloren geht.
Wenn du es etwas kräftiger magst, ersetze einen Teil des Weißkohls einfach durch Rotkohl. Er sorgt für eine schöne Farbe und bringt eine leicht herbe Note mit. Typisch amerikanisch wird Coleslaw mit einer Prise Selleriesamen, die dem Dressing ein ganz eigenes Aroma verleihen. Frisch gehackte Petersilie macht den Salat noch frischer und sorgt gleichzeitig für einen schönen Farbtupfer.
Für alle, die es gerne etwas würziger mögen, passen eine Prise Cayennepfeffer oder ein paar Tropfen Tabasco wunderbar ins Dressing. Soll der Coleslaw etwas leichter werden, kannst du einen Teil der Mayonnaise durch Naturjoghurt ersetzen. Und wenn du Lust auf eine fruchtige Variante hast, probiere fein geraspelten Apfel oder kleine Ananaswürfel aus. Beides harmoniert überraschend gut mit dem cremigen Dressing.
So entsteht mit wenigen Handgriffen immer wieder eine neue Variante – und vielleicht sogar deine persönliche Lieblingsversion.
FAQ – Häufige Fragen zum Coleslaw
Ja, sogar sehr gut. Dieser amerikanische Klassiker gewinnt durch etwas Ruhezeit an Geschmack und lässt sich deshalb wunderbar einige Stunden oder sogar einen Tag vorher zubereiten.
Gut verschlossen hält sich der Salat im Kühlschrank etwa zwei bis drei Tage. Danach verliert der Kohl langsam an Biss und das Dressing wird flüssiger.
Davon rate ich eher ab. Nach dem Auftauen verliert der Kohl seine knackige Struktur und das Dressing kann sich trennen. Frisch schmeckt der Salat deutlich besser.
Klassisch wird der Salat mit Weißkohl zubereitet. Er bleibt angenehm knackig und harmoniert besonders gut mit dem cremigen Dressing.
Ja. Spitzkohl ist etwas zarter als Weißkohl und bringt einen milderen Geschmack mit. Dadurch wird auch der Coleslaw etwas feiner.
Ja, das funktioniert problemlos. Naturjoghurt macht das Dressing etwas leichter und bringt zusätzlich eine frische Note mit. Je nach Sorte kann das Dressing allerdings etwas flüssiger werden.
Ja. Bedenke aber, dass Zucker im Coleslaw nicht nur für Süße sorgt. Er gleicht auch die Säure aus und trägt zu einem ausgewogenen Geschmack bei.
Während der Ruhezeit gibt der Kohl Flüssigkeit ab. Deshalb ist es wichtig, ihn vor dem Vermengen mit dem Dressing zu salzen, ziehen zu lassen und anschließend leicht auszudrücken.
Ja, das ist sogar eine gute Idee. Nach einer Nacht im Kühlschrank schmecken die Zutaten meist noch harmonischer und der Salat lässt sich am nächsten Tag direkt servieren.
Schneide den Kohl möglichst fein, salze ihn kurz an und drücke ihn anschließend leicht aus. Außerdem sollte der Salat gut gekühlt aufbewahrt und nicht unnötig lange bei Zimmertemperatur stehen gelassen werden.
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