Malzbiergulasch klingt erstmal außergewöhnlich – und das ist es auch. Aber nicht im Sinne von kompliziert, sondern im allerbesten Sinne besonders. Es ist eins dieser Gerichte, bei denen man mit wenig Aufwand richtig Eindruck machen kann. Und genau deshalb gehört es zu meinen absoluten Lieblingsrezepten, wenn es mal etwas Deftiges und Herzhaftes sein darf. Die Zubereitung ist eigentlich ganz unkompliziert. Trotzdem gibt’s ein paar kleine Kniffe, mit denen dein Gulasch nicht einfach nur gut, sondern richtig gut wird. Also: Schürze um, Topf raus – ich verrate dir, wie’s geht.
Das A und O ist das Anbraten. Lass dir dabei ruhig Zeit, denn hier entstehen die Röstaromen, die später für diesen tiefen, würzigen Geschmack sorgen. Das Fleisch darf dabei ruhig ordentlich Farbe bekommen – das ist genau das, was du willst. Dann kommt der Star ins Spiel: Malzbier. Es sorgt für eine wunderbar süßlich-malzige Note, die perfekt mit den Zwiebeln und Gewürzen harmoniert. Gleichzeitig verzichtest du komplett auf Alkohol, was super ist, wenn Kinder mitessen oder du einfach mal eine alkoholfreie Variante bevorzugst.
Der nächste Punkt: Zeit. Malzbiergulasch will nicht gehetzt werden. Je länger es schmort, desto besser. Also dreh die Hitze runter, lehn dich zurück und lass deinen Herd die Arbeit machen. Nach zwei, drei Stunden ist das Fleisch so zart, dass es dir quasi auf der Gabel zergeht. Und dann – mein kleines Küchengeheimnis. Kurz bevor das Gulasch fertig ist, rühre ich ein Stück Zartbitterschokolade in die Sauce. Klingt vielleicht erstmal ungewöhnlich, aber glaub mir: Diese eine Zutat macht den Unterschied. Sie rundet die Sauce ab, bringt Tiefe und einen Hauch von Eleganz in dieses sonst so bodenständige Gericht.
Wenn du also Lust auf ein echtes Wohlfühlessen hast, das sowohl Gäste als auch Familie begeistert – probier mein Malzbiergulasch. Es wärmt von innen, duftet herrlich und schmeckt wie ein Sonntagsessen, für das man gerne den Teller ausschleckt.
wass ist „saucenbinder“?
https://de.wikipedia.org/wiki/Saucenbinder#:~:text=Ein%20Saucenbinder%20(auch%20Instant%2DSaucenbinder,die%20kurz%20aufgekochte%20Sauce%20eingerührt.
Hi, dass Rezept hört sich sehr gut an. Ich habe Gulasch bisher im Ofen schmoren lassen. Macht dies einen Unterschied? Du köchelst es. Sollte ja vom Ergebnis das gleiche sein, oder?
Hi Steffen,
ja, es geht beides. Meine Mutter hat ihre Schmorgerichte früher auch in den Ofen geschoben. Beides ist völlig okay.🤗
LG