Tomatensalat gehört zu den Klassikern, die auch nach vielen Jahren nichts von ihrem Reiz verlieren. Er steht bei Familienessen auf dem Tisch, begleitet die unterschiedlichsten Gerichte und ist aus vielen Küchen bis heute nicht wegzudenken. Nicht laut, nicht spektakulär und trotzdem seit Generationen beliebt.
Vielleicht verbindest auch du damit Erinnerungen an gemeinsame Mahlzeiten, an warme Tage oder an Rezepte, die schon früher immer wieder zubereitet wurden. Manche Gerichte verändern sich mit der Zeit. Andere bleiben einfach, wie sie sind. Und oft sind es die vertrauten Rezepte, die uns über viele Jahre begleiten.
Darum wirst du meinen Tomatensalat lieben
- Mit wenigen Handgriffen vorbereitet
- Bringt den Geschmack reifer Tomaten besonders gut zur Geltung
- Schmeckt frisch, würzig und angenehm ausgewogen
- Ein echter Klassiker, der seit Generationen beliebt ist
- Braucht weder viel Zeit noch viel Aufwand

Tomatensalat wie bei Oma – ganz einfach gemacht
Zutaten
Für den Salat
- 800 g Tomaten reife, feste
- 1 rote Zwiebel
- 5 Stängel Petersilie
Für das Dressing
- 4 EL Öl neutrales Öl oder mildes Olivenöl
- 2 EL Weißweinessig
- 1 TL Senf mittelscharf
- 1 TL Zucker
- 1 TL Salz
- 1 Prise schwarzer Pfeffer
- 1 EL Wasser kaltes
Portionen
Zubereitung
Tomaten vorbereiten
- Die Tomaten waschen, trocken tupfen, Strunk entfernen und in grobe Stücke schneiden.800 g Tomaten
Zwiebeln vorbereiten
- Die Zwiebeln schälen und in feine Halbringe schneiden.1 rote Zwiebel
- Für 5 Minuten in kaltes Wasser legen, das macht sie milder. Anschließend gut abtropfen lassen.
Petersilie hacken
- Petersilie waschen, trocken schütteln, Blättchen vom Stängel zupfen und hacken.5 Stängel Petersilie
Dressing anrühren
- Öl, Essig, Senf, Zucker, Salz, Pfeffer und Wasser in einer Schale gut vermengen (oder in den Shaker geben und gut schütteln), bis das Dressing leicht cremig wirkt.4 EL Öl, 2 EL Weißweinessig, 1 TL Senf, 1 TL Zucker, 1 TL Salz, 1 Prise schwarzer Pfeffer, 1 EL Wasser
Salat mischen
- Tomaten und Zwiebeln in eine Schüssel geben und mit dem Dressing vorsichtig vermengen.
- Die Petersilie unterheben.
Ziehen lassen
- Den Salat 15 Minuten ziehen lassen und servieren.
Nährwertangaben

Warum dieser Tomatensalat wie bei Oma schmeckt
Früher brauchte es keine langen Zutatenlisten, keine besonderen Extras und keine ausgefallenen Ideen, damit ein Gericht gut schmeckte. Oma wusste, wie man aus einfachen Zutaten etwas macht, das allen schmeckt. Und genau darin liegt für mich bis heute der Reiz eines klassischen Tomatensalats. Reife Tomaten, ein gutes Dressing und ein paar Zutaten, die perfekt miteinander harmonieren – viel mehr braucht es nicht.
Statt den Tomatensalat mit immer neuen Zutaten zu überladen, stehen hier Geschmack und Ausgewogenheit im Mittelpunkt. Die Tomaten dürfen nach Tomaten schmecken, das Dressing bringt die richtige Würze mit und alles ergänzt sich zu einem Klassiker, der seit Generationen beliebt ist.
Manchmal sind es eben die einfachen Rezepte, die uns zeigen, wie gut wenige Zutaten schmecken können.
Welche Tomaten eignen sich am besten?
Bei diesem Salat stehen die Tomaten im Mittelpunkt. Deshalb darfst du hier ruhig ein bisschen wählerisch sein. Schöne Optik allein bringt nämlich wenig, wenn die Tomaten nach fast nichts schmecken.
Am besten nimmst du reife, aromatische Tomaten. Sie dürfen ruhig unterschiedlich groß sein, kleine Macken haben oder nicht perfekt rund aussehen. Viel wichtiger ist, dass sie intensiv duften und beim Anschneiden richtig nach Tomate riechen.
Für den Tomatensalat eignen sich Fleischtomaten, Rispentomaten oder Roma-Tomaten besonders gut. Fleischtomaten sind toll, wenn du große, saftige Stücke magst. Roma-Tomaten bringen oft viel Aroma mit und Rispentomaten sind ein guter Allrounder für den Alltag.
Am meisten Geschmack bekommst du natürlich in der Saison. Tomaten gibt es zwar das ganze Jahr, aber gerade im Sommer schmecken sie deutlich aromatischer. Mehr Infos zu Saison und Einkauf findest du beim Bundeszentrum für Ernährung: How-to: Tomaten.
Meine Profi-Tipps
Rieche beim Einkaufen am Stielansatz der Tomaten. Wenn sie dort intensiv und frisch duften, ist das meist ein gutes Zeichen für Aroma. Riechen sie nach nichts, schmecken sie später oft auch so.


So wird Tomatensalat nicht wässrig
Tomaten bestehen zu einem großen Teil aus Wasser. Deshalb ist es völlig normal, dass sie nach dem Schneiden Flüssigkeit abgeben. Die Kunst besteht darin, diese Flüssigkeit nicht zum Problem werden zu lassen, sondern sie für den Geschmack zu nutzen.
Ein häufiger Fehler ist es, die Tomaten zu klein zu schneiden. Dadurch verlieren sie schneller Saft und der Salat wirkt schon nach kurzer Zeit verwässert. Größere Stücke oder Scheiben behalten ihre Struktur deutlich besser.
Auch das Dressing sollte die Tomaten begleiten und nicht überdecken. Da die Tomaten bereits viel Flüssigkeit mitbringen, braucht es oft weniger Dressing als man zunächst denkt.
Besonders wichtig ist die Ziehzeit. Sie sorgt nicht dafür, dass der Tomatensalat wässrig wird, sondern dafür, dass sich Tomatensaft und Dressing miteinander verbinden. Erst dadurch entsteht der würzige Sud, der am Ende zwischen den Tomatenstücken liegt und oft das Beste am ganzen Salat ist.
Meine Profi-Tipps
Wenn du besonders saftige Tomaten verwendest, entferne vor dem Schneiden einen Teil des weichen Fruchtfleischs mit den Kernen. So bleibt der Salat aromatisch, ohne zu viel Flüssigkeit abzugeben.
Das steckt hinter dem typischen Geschmack
Bei diesem Tomatensalat geht es nicht darum, möglichst viele Zutaten in eine Schüssel zu packen. Im Gegenteil. Die Tomaten sollen nach Tomaten schmecken und nicht hinter einem überladenen Dressing oder zusätzlichen Zutaten verschwinden. Das mag ich an klassischen Rezepten. Sie konzentrieren sich auf das Wesentliche und zeigen, dass guter Geschmack oft viel einfacher entsteht, als man denkt.
Wer schon einmal richtig aromatische Tomaten gegessen hat, weiß, dass sie nicht viel brauchen. Ein Dressing, das ihren Geschmack unterstützt, statt ihn zu überdecken. Zwiebeln, die Würze mitbringen, ohne zu dominant zu werden. Und frische Petersilie, die dem Salat eine angenehme Frische verleiht.
Deshalb schmeckt ein klassischer Tomatensalat oft so gut. Er verlässt sich nicht auf besondere Zutaten oder ausgefallene Kombinationen, sondern auf wenige Komponenten, die perfekt zusammenpassen.
Die Tomaten geben den Ton an, aber erst das Zusammenspiel mit Dressing, Zwiebeln und Petersilie macht daraus einen Tomatensalat, bei dem jeder Bissen ausgewogen und aromatisch schmeckt.
Meine Profi-Tipps
Schmecke das Dressing immer direkt nach dem Verrühren ab. Schon ein kleiner zusätzlicher Spritzer Essig oder eine Prise Zucker können darüber entscheiden, ob der Tomatensalat angenehm ausgewogen oder zu säurebetont schmeckt.

Was passt zu Tomatensalat?
Ein klassischer Tomatensalat lässt sich unglaublich vielseitig kombinieren. Durch seine frische Art passt er zu vielen herzhaften Gerichten und sorgt für einen angenehmen Ausgleich auf dem Teller.
Besonders gut harmoniert er mit Hausmannskost und herzhaften Klassikern. Zu Frikadellen gehört er für mich fast schon dazu. Aber auch zu Schaschlik wie vom Imbiss passt die frische Note hervorragend.
In den Sommermonaten landet er außerdem gerne neben marinierten Koteletts vom Grill oder Spareribs. Der frische Salat ergänzt die kräftigen Aromen wunderbar und bringt etwas Leichtigkeit auf den Teller.
Auch zu einem herzhaften Zwiebelkuchen macht sich Tomatensalat richtig gut. Und selbst zu Reibekuchen-Waffeln sorgt er mit seiner frischen Art für einen spannenden Kontrast auf dem Teller.
Gerade diese Vielseitigkeit macht ihn für mich zu einem echten Klassiker. Er passt zu unkomplizierten Familiengerichten genauso gut wie zu einem gemütlichen Essen mit Gästen.
Tomatensalat vorbereiten und aufbewahren
Tomatensalat lässt sich gut vorbereiten, wenn du ihn später servieren möchtest. Am besten schneidest du die Tomaten und Zwiebeln bereits vorab und bereitest auch das Dressing zu. Kurz vor dem Servieren wird dann alles miteinander vermengt, damit die Tomaten ihre Struktur möglichst gut behalten.
Bleibt etwas übrig, solltest du den Salat gut abgedeckt im Kühlschrank aufbewahren. Dort hält er sich etwa 1 Tag.
Mit der Zeit geben die Tomaten allerdings immer mehr Flüssigkeit ab. Dadurch verändert sich die Konsistenz und der Tomatensalat wird weicher. Geschmacklich ist er zwar noch gut, erreicht aber nicht mehr die Frische und das Aroma eines frisch zubereiteten Tomatensalats.
Deshalb schmeckt der Tomatensalat am besten am Tag der Zubereitung. Vor dem Servieren kannst du ihn noch einmal vorsichtig durchrühren und bei Bedarf mit etwas Salz, Pfeffer oder einem kleinen Spritzer Essig abschmecken.
Meine Profi-Tipps
Wenn du den Tomatensalat vorbereitest, bewahre Dressing und Tomaten getrennt voneinander auf. So bleiben die Tomaten länger fest und der Salat schmeckt später fast wie frisch gemacht.
FAQ – Häufige Fragen zu Tomatensalat
Am besten eignen sich reife und aromatische Tomaten. Besonders Fleischtomaten, Roma-Tomaten und Rispentomaten bringen viel Geschmack mit und sorgen für ein besonders gutes Ergebnis.
Tomaten geben nach dem Schneiden ganz natürlich Flüssigkeit ab. Werden sie sehr klein geschnitten oder mit zu viel Dressing vermischt, kann der Salat schnell verwässert wirken.
Auch die Wahl der Tomaten spielt eine Rolle. Sie sollten reif und aromatisch sein, aber nicht überreif. Sehr weiche Tomaten verlieren oft besonders viel Flüssigkeit und zerfallen beim Vermengen schneller. Bei sehr saftigen Tomaten kannst du bei Bedarf einen Teil des weichen Fruchtfleischs mit den Kernen entfernen.
Größere Stücke und ein ausgewogenes Dressing helfen zusätzlich dabei, die richtige Balance zu finden.
Während der Ziehzeit verbinden sich Tomatensaft und Dressing miteinander. Dadurch wird der Geschmack deutlich intensiver und harmonischer.
Ja. Am besten bereitest du Tomaten, Zwiebeln und Dressing separat vor und vermengst alles erst kurz vor dem Servieren.
Gut abgedeckt hält sich Tomatensalat im Kühlschrank etwa einen Tag. Am besten schmeckt er allerdings frisch zubereitet.
Für einen klassischen Tomatensalat eignen sich milde Essigsorten wie Kräuteressig oder Weißweinessig besonders gut. Sie bringen Frische mit, ohne den Geschmack der Tomaten zu überdecken.
Natürlich. Tomatensalat schmeckt auch ohne Zwiebeln sehr gut. Allerdings fehlt ihm dann ein Teil der Würze, die das Rezept besonders ausgewogen macht.
Senf sorgt für eine feine Würze und unterstützt die Verbindung von Öl und Essig. Gleichzeitig verleiht er dem Dressing mehr Tiefe, ohne sich geschmacklich in den Vordergrund zu drängen.
Nein, das ist nicht empfehlenswert. Nach dem Auftauen verlieren die Tomaten ihre Struktur und werden sehr weich. Frisch schmeckt Tomatensalat deutlich besser.
Tomatensalat passt hervorragend zu Frikadellen, Schaschlik, marinierten Koteletts vom Grill, Spareribs oder Zwiebelkuchen. Auch als frische Beilage zu vielen Familiengerichten macht er sich hervorragend.
Wie hat dir das Rezept gefallen?
Dir hat das Rezept gefallen? Oder du hast es noch perfektioniert? Dann schreibe mir gerne einen Kommentar.