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Wurzelbrot in Bäckerqualität – rustikal und herrlich knusprig

Wurzelbrot in Bäckerqualität – rustikal und herrlich knusprig

Wurzelbrot sorgt bei mir schon für gute Laune, bevor der Backofen überhaupt eingeschaltet wird. Aus einem weichen Stück Teig werden durch ein paar Drehungen zwei rustikale Brote, bei denen ich jedes Mal denke: Das sieht doch aus wie aus einer guten Handwerksbäckerei. Ich kann mich jedes Mal aufs Neue dafür begeistern, wie unkompliziert dieses Brot gelingt.

Wenn die Brote später goldbraun aus dem Ofen kommen, sieht die Kruste genauso aus, wie ich sie mir wünsche: kräftig, rustikal und herrlich knusprig. Innen bleibt das Wurzelbrot wunderbar locker und passt einfach zu allem – vom Grillabend über eine Schüssel Suppe bis hin zum gemütlichen Brunch am Wochenende.

Darauf darfst du dich freuen

  • Die typische Wurzelform gelingt mit wenigen Drehungen.
  • Sieht beeindruckend aus und ist trotzdem ganz unkompliziert.
  • Außen knusprig, innen herrlich locker.
  • Passt zum Grillabend genauso gut wie zum Sonntagsbrunch.
  • Ein Brot, das einfach Freude macht.

Angeschnittenes Wurzelbrot mit lockerer Krume und knuspriger Kruste.
  • Backen

Wurzelbrot in Bäckerqualität – rustikal und herrlich knusprig

Mit wenigen Zutaten entsteht ein Wurzelbrot, das aussieht wie aus einer Handwerksbäckerei. Freu dich auf eine knusprige Kruste, eine lockere Krume und ein Brot, das zu jeder Gelegenheit passt.
Gesamtzeit 2 Stunden 20 Minuten

Zutaten

  • 500 g Weizenmehl Type 550
  • 300 ml Wasser lauwarm
  • 21 g frische Hefe
  • 10 g Salz
  • 1 TL Honig
  • 1 EL Olivenöl

Außerdem

  • 1 EL Mehl für die Arbeitsfläche

Portionen

10

Zubereitung

Teig herstellen

  • Hefe und Honig im lauwarmen Wasser auflösen.
    21 g frische Hefe, 1 TL Honig, 300 ml Wasser
  • Mehl und Salz in einer großen Schüssel vermengen und das Olivenöl dazugeben.
    500 g Weizenmehl, 10 g Salz, 1 EL Olivenöl
  • Hefemischung zufügen und alles 8-10 Minuten zu einem glatten Teig verkneten.

Erste Gehzeit

  • Die Schüssel abdecken und den Teig an einem warmen Ort etwa 60 Minuten gehen lassen. Das Volumen sollte sich deutlich vergrößern.

Teig dehnen und falten

  • Nach der ersten Gehzeit die Hände leicht mit Wasser befeuchten und den Teig in der Schüssel viermal falten.
  • Beim Falten nimmst du jeweils immer eine Seite vom Teig, ziehst diese vorsichtig nach oben und faltest sie zur Mitte. Dann drehst du die Schüssel und wiederholst den Vorgang. Du faltest insgesamt vier mal.
  • Anschließend die Schüssel wieder abdecken und den Teig weitere 30 Minuten ruhen lassen.

Formen

  • Die Arbeitsfläche großzügig mit Mehl bestäuben und den Teig vorsichtig auf die Arbeitsfläche geben.
    1 EL Mehl
  • Den Teig nicht mehr kneten!
  • Den Teig in zwei gleich große Stücke teilen und jedes Stück vorsichtig mehrfach ineinander eindrehen, bis die typische Wurzelform entsteht.

Backofen vorbereiten

  • Den Backofen zusammen mit einem Backblech auf 250 °C Ober-/Unterhitze vorheizen. Dabei eine kleine ofenfeste Schale auf den Ofenboden stellen.

Backen

  • Die Wurzelbrote auf Backpapier setzen, vorsichtig auf das heiße Blech ziehen.
  • Etwa 100 ml heißes Wasser in die ofenfeste Schale geben und die Ofentür sofort schließen.
  • Die Wurzelbrote zunächst 10 Minuten backen, anschließend die Hitze auf 220℃ reduzieren und weitere 15-20 Minuten backen.

Nährwertangaben

Kalorien: 186kcal | Kohlenhydrate: 39g | Eiweiß: 5g | Fett: 1g | Gesättigte Fettsäuren: 0.1g | Mehrfach ungesättigte Fettsäuren: 0.2g | Einfach ungesättigte Fettsäuren: 0.1g | Natrium: 391mg | Kalium: 66mg | Ballaststoffe: 2g | Zucker: 0.2g | Vitamin C: 0.002mg | Kalzium: 9mg | Eisen: 2mg

Backen, anschneiden, genießen

Sobald das Wurzelbrot aus dem Ofen kommt, fällt zuerst die rustikale Form ins Auge. Zur kräftig ausgebackenen Kruste kommt die typisch gedrehte Form, die jeden Laib ein bisschen anders aussehen lässt. Genau das verleiht Wurzelbrot seinen unverwechselbaren Charakter und macht schon vor dem ersten Anschnitt Lust auf das, was dich erwartet.

Beim Anschneiden zeigt sich dann die lockere, unregelmäßige Porung im Inneren. Sie entsteht unter anderem durch das Eindrehen des Teigs und sorgt dafür, dass das Brot trotz seiner kräftigen Kruste angenehm locker bleibt. Zusammen mit den feinen Röstaromen entsteht so ein Wurzelbrot, das nicht nur rustikal aussieht, sondern auch genauso schmeckt.

Meine Profi-Tipps

Lass das Wurzelbrot vor dem Anschneiden vollständig auskühlen. So kann sich die Krume optimal setzen und bekommt ihre typische lockere Struktur.

Angeschnittenes Wurzelbrot mit lockerer Krume und knuspriger Kruste.

Mit wenig Aufwand zum perfekten Brot

Wurzelbrot sieht aufwendiger aus, als es tatsächlich ist. Mit ein paar einfachen Zutaten und etwas Geduld entsteht ein Brot, das aussieht, als käme es direkt aus einer Handwerksbäckerei. Besondere Vorkenntnisse brauchst du dafür nicht – die einzelnen Arbeitsschritte sind schnell gemacht und auch für Anfänger gut geeignet. Welches Mehl sich am besten eignet und worin sich die einzelnen Mehlsorten unterscheiden, erfährst du übrigens in meinem Wissensbeitrag zum Thema Mehl.

Ein kleiner Kniff sorgt allerdings dafür, dass das Wurzelbrot später seine typisch lockere Krume bekommt: das Dehnen und Falten. Dabei ziehst du den Teig von außen vorsichtig nach oben und legst ihn zur Mitte. Das dauert nur wenige Minuten, stärkt das Teiggerüst und hilft dabei, die beim Gehen entstandene Luft im Teig zu halten. So entsteht später die typische lockere Porung, die ein gutes Wurzelbrot ausmacht.

Nach der zweiten Gehzeit wird der Teig nur noch geteilt und zur typischen Wurzelform eingedreht. Auf weiteres Kneten solltest du jetzt bewusst verzichten, damit die eingeschlossene Luft erhalten bleibt. So entwickelt das Wurzelbrot beim Backen seine rustikale Form und die lockere Krume, die es so besonders macht.

Meine Profi-Tipps

Feuchte deine Hände zum Dehnen und Falten vom Wurzelbrot leicht mit Wasser an, statt zusätzlich Mehl zu verwenden. So bleibt der Teig geschmeidig und nimmt nicht unnötig weiteres Mehl auf.

Heute Grillabend, morgen Brunch

Wurzelbrot gehört zu den Broten, die man immer wieder aus dem Brotkorb nimmt, obwohl man eigentlich längst satt ist. Kaum liegt es auf dem Tisch, wird noch ein Stück abgebrochen – mal pur, mal mit etwas Butter oder zusammen mit einem leckeren Dip. Genau deshalb passt es genauso gut zum Grillabend wie zu einem gemütlichen Brunch oder einer heißen Suppe.

Durch seine kräftige Kruste und die lockere Krume eignet sich Wurzelbrot besonders gut zum Dippen. Es nimmt cremige Dips wunderbar auf, ohne sofort weich zu werden, schmeckt aber genauso gut zu frischen Salaten oder einer klassischen Brotzeit. Auch auf einem Buffet macht es richtig etwas her und ist oft schneller aufgegessen, als man gedacht hätte.

Wenn du noch nach den passenden Begleitern suchst, probiere das Wurzelbrot unbedingt einmal mit meinem Honig-Senf-Dip oder dem cremigen Whipped Feta. Auch mein griechischer Bauernsalat passt wunderbar dazu und bringt sofort Urlaubsstimmung auf den Tisch. Etwas außergewöhnlicher, aber mindestens genauso lecker, ist die Kombination mit meiner Bacon Jam. Und wenn du Lust auf eine weitere mediterrane Brotspezialität hast, solltest du dir unbedingt auch meine maltesische Ftira anschauen.

Mal klassisch, mal ganz anders

So lecker das Wurzelbrot schon pur schmeckt – mit ein paar kleinen Extras bekommt es immer wieder einen ganz neuen Charakter. Genau deshalb backe ich es nie zweimal ganz gleich. Mal dürfen Sonnenblumenkerne oder Kürbiskerne für mehr Biss mit in den Teig, mal verleihen Oliven und getrocknete Tomaten dem Brot eine würzige Note. Wer es besonders herzhaft mag, ergänzt etwas geriebenen Parmesan, würzigen Bergkäse oder knusprige Röstzwiebeln. Selbst ein kleiner Teil Vollkornmehl verändert Geschmack und Optik, ohne dass das Wurzelbrot seinen rustikalen Charakter verliert.

Aus einem einzigen Grundrezept entstehen so immer wieder neue Lieblingsbrote. Wenn du gerne mit Hefeteigen experimentierst, schau dir auch meine Focaccia, die Pinsa Romana oder meine Pizza wie vom Italiener an. Ich bin mir ziemlich sicher, dass du daran genauso viel Freude haben wirst.

Meine Profi-Tipps

Verwende zusätzliche Zutaten lieber sparsam. Zu viele Oliven, getrocknete Tomaten oder Käse machen den Teig schwerer und das Wurzelbrot geht nicht mehr ganz so luftig auf.

Zwei goldbraun gebackene Wurzelbrote mit rustikaler Kruste.

Heute backen, morgen genießen

Frisch aus dem Ofen schmeckt Wurzelbrot natürlich am allerbesten. Trotzdem freue ich mich jedes Mal, wenn am Ende doch noch ein kleines Stück übrig bleibt. Nicht, weil es niemand essen wollte – sondern weil ich mich am nächsten Tag noch einmal darauf freuen kann.

Am wohlsten fühlt sich das Brot in einem Brotkasten oder einem Leinenbeutel. Auf den Kühlschrank solltest du dagegen verzichten, denn dort trocknet es deutlich schneller aus und verliert seine lockere Krume. Wenn du das Wurzelbrot auf Vorrat backen möchtest, kannst du es auch problemlos einfrieren. Am besten frierst du es gut verpackt im Ganzen oder in Scheiben ein und taust es bei Bedarf in Ruhe auf.

Zum Aufbacken reicht es meist schon, das Wurzelbrot leicht mit Wasser zu befeuchten und für ein paar Minuten in den heißen Backofen zu legen. So wird die Kruste wieder schön knusprig und das Brot schmeckt fast wie frisch gebacken.

Auch ältere Brotreste müssen nicht im Müll landen. In Scheiben geschnitten und geröstet werden sie zu knusprigen Croûtons für Suppen und Salate oder bilden die perfekte Grundlage für Bruschetta. Und ganz ehrlich? Manchmal reicht auch einfach ein Stück aufgebackenes Wurzelbrot mit etwas Butter – mehr braucht es oft gar nicht.

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Zum Rezept
Rezept Antipasti Tomaten

Meine Profi-Tipps

Befeuchte das Wurzelbrot vor dem Aufbacken ganz leicht mit Wasser. Schon fünf bis acht Minuten im heißen Backofen reichen aus, damit die Kruste wieder knusprig wird.

FAQ – Häufige Fragen zum Wurzelbrot

Ja, das klappt problemlos. Ersetze den halben Würfel frische Hefe einfach durch ein Päckchen Trockenhefe (7 g). An der Zubereitung oder den Gehzeiten musst du in der Regel nichts ändern.

Am besten gelingt Wurzelbrot mit Weizenmehl Type 550. Es sorgt für eine lockere Krume und eine schön knusprige Kruste. Wenn du es etwas rustikaler magst, kannst du bis zu einem Viertel des Mehls durch Vollkornmehl ersetzen. Gib dann am besten noch einen kleinen Schluck Wasser zusätzlich in den Teig, da Vollkornmehl mehr Flüssigkeit bindet.

Ja, das funktioniert sogar sehr gut. Reduziere dafür die Hefemenge etwas und stelle den Teig für das Wurzelbrot nach dem Kneten gut abgedeckt über Nacht in den Kühlschrank. Am nächsten Tag sollte er vor dem Formen etwa 30 bis 60 Minuten bei Zimmertemperatur stehen, bevor du ihn weiterverarbeitest.

Ich würde dir diesen Schritt auf jeden Fall empfehlen. Das Dehnen und Falten stärkt das Teiggerüst und hilft dabei, die beim Gehen entstandene Luft im Teig zu halten. Dadurch bekommt das Wurzelbrot seine lockere Porung und geht beim Backen besonders schön auf.

Meist liegt es an einem zu festen Teig, zu kurzen Gehzeiten oder daran, dass der Teig nach der zweiten Gehzeit noch einmal kräftig geknetet wurde. Lass dem Teig genügend Zeit zum Gehen und gehe beim Formen möglichst behutsam vor. So bleibt die eingeschlossene Luft erhalten und das Brot wird schön locker.

Ja, das lässt sich wunderbar einfrieren. Lass es nach dem Backen vollständig auskühlen und verpacke es anschließend luftdicht. Du kannst das Brot im Ganzen oder bereits in Scheiben einfrieren. So kannst du später genau die Menge auftauen, die du gerade brauchst.

Für ein richtig gutes Wurzelbrot würde ich dir Dampf auf jeden Fall empfehlen. Er sorgt dafür, dass die Kruste nicht zu schnell fest wird und das Brot im Ofen noch schön aufgehen kann. Eine kleine ofenfeste Schale mit heißem Wasser reicht dafür völlig aus.

Ja, das ist problemlos möglich. Achte nur darauf, dass die Brote genügend Platz auf dem Backblech haben oder backe sie nacheinander. So können sie gleichmäßig aufgehen und bekommen rundherum eine schön knusprige Kruste.

Wie hat dir das Rezept gefallen?

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